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Blüemlisalp-Lauf Stories IV
30. April 2026
Der Blüemlisalp-Lauf feiert im Mai 2026 seine 20. Austragung und lockt Läuferinnen und Läufer seit Jahren mit den schönsten 10 Meilen, beeindruckenden Bergpanoramen und einer einzigartigen Atmosphäre in der Region Oberland.
Doch wie fühlt sich dieser traditionsreiche Lauf in der Realität an? Wie erlebt man die Anstiege, die Strecke durch die Berglandschaft und den Moment, wenn man nach den letzten Metern ins Ziel läuft?
In unserer Serie «Blüemlisalp-Lauf Stories» erzählen Teilnehmende ihre persönlichen Eindrücke und geben Einblicke, was diesen Lauf so besonders macht. Die nächste Story ist von Lilian Broisat, 25 Jahre alt, Bern.

Seit wann bist du Läuferin bzw. Läufer, und was fasziniert dich besonders am Blüemlisalp-Lauf?
Mit dem Laufen habe ich 2019 im Universitätssport in Frankreich begonnen, und seitdem trainiere und laufe ich regelmässig weiter.
Was mich am Blüemlisalp-Lauf besonders fasziniert, sind die wunderschönen Landschaften und die einzigartige Atmosphäre entlang der Strecke.
Hast du schon an früheren Austragungen teilgenommen? Wenn ja, welche Momente sind dir besonders in Erinnerung geblieben?
Ich habe bereits an zwei Ausgaben teilgenommen. Letztes Jahr konnte ich meine persönliche Bestzeit verbessern und aufs Podest laufen, was mich zusätzlich motiviert, mich weiter zu steigern.
Was macht den 20. Blüemlisalp-Lauf für dich besonders?
Die 20. Ausgabe markiert nicht nur den Start in die Sommersaison der Läufe, sondern zeigt auch, wie es diesem Event gelungen ist, seine Teilnehmenden über all die Jahre hinweg zu begeistern und zu binden. Die Organisation sowie der Einsatz der Helferinnen und Helfer sind beeindruckend und verdienen grosse Anerkennung.

Wenn du dich für diesen einen Moment oder Ort am Lauf entscheiden müsstest, welcher…
… hat dich emotional am meisten bewegt?
Ein Moment, der mich emotional besonders berührt, ist das lange flache Stück vor dem letzten Anstieg. Es ist ein Abschnitt, der zum Nachdenken anregt und einem hilft, sich mental auf die letzten Kilometer vorzubereiten.
… hat dich physisch am meisten gefordert?
Körperlich ist ohne Zweifel der letzte Anstieg am anspruchsvollsten. Man muss gegen das Brennen in den Beinen ankämpfen, den Rhythmus halten und dem Drang widerstehen, zu gehen.
… bringt dich heute noch zum Lachen?
Eine Erinnerung, die mich heute noch zum Schmunzeln bringt, stammt von meiner ersten Teilnahme. Ich hatte geplant, vorsichtig zu starten, da ich die Strecke noch nicht gut kannte. Doch der erste Teil fühlte sich ziemlich leicht an, und plötzlich lag ich zur Hälfte des Rennens in Führung – bevor ich am Ende komplett eingebrochen bin. Heute kann ich darüber lachen und habe viel daraus gelernt.
… hat dich landschaftlich am meisten beeindruckt?
Landschaftlich und von der Stimmung her gehört der Abschnitt kurz vor dem Ziel zu meinen Favoriten: der Durchgang zwischen den Felsen, begleitet von traditioneller Musik, die einem noch einmal einen Energieschub gibt.
Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der oder die 2026 zum ersten Mal am Blüemlisalp-Lauf teilnimmt?
Auf keinen Fall zu schnell starten. Es ist wichtig, ein Tempo zu wählen, das man über längere Zeit halten kann. Der Unterschied zeigt sich immer im letzten Teil des Rennens – besonders im Schlussanstieg, wo man viel Zeit verlieren, aber auch gewinnen kann.
Ausserdem sollte man gut ausgerüstet sein, ausreichend trinken und sich richtig verpflegen. Und vor allem: den Moment geniessen und die Aussicht im Ziel auskosten.
Wirst du auch in Zukunft wieder dabei sein?
Leider kann ich dieses Jahr nicht teilnehmen, aber der Blüemlisalp-Lauf bleibt nach zwei Teilnahmen in zwei Jahren mein Lieblingslauf in der Region. Nächstes Jahr bin ich sehr gerne wieder dabei.



